Piękna Straße 17
Im Oktober 1943 kam es zu den ersten Hinrichtungen im Bezirk Warschau. In dieser Zeit wurde SS-Brigadeführer Franz Kutscher, bekannt unter dem Namen „Henker der Warschau“, zum SS- und Polizeiführer ernannt. Am 17. Oktober 1943 kam es zu einer der ersten Straßenhinrichtung an der Piusa Straße XI, die heute nicht mehr existiert. Die Opfer waren ungefähr 20 Geiseln. Unter Herrschaft von Franz Kutscher kam es zu den zahlreichen Straßenhinrichtungen und Razzien. Irgendwelche aggressiven Akten gegen den deutschen Soldaten verstärkten nur den in Warschau herrschenden Terror. Der Generalgouverment, an dessen Spitz Hans Frank stand, vorbereitete den Plan, der vom Franz Kutscher eingeführt wurde. Er war bereit, jede Pflicht für das Dritte Reich zu erfüllen. In Zeit seiner Herrschaft sind fast 5000 Menschen ums Leben gekommen. Meistens waren das die üblichen Warschau Bewohner. Franz Kutschera versuchte seine Identität aus Furcht vor dem polnischen Geheimdienst zu verstecken. Alle Dokumente unterschrieb er als SS- und Polizeiführer im Distrikt Warschau. Auf seine Spur kam man zufällig, als er in den Generalauszeichnungen im SS-Sitz an Ujazdowskie-Allee 23 erschien. Am 1. Februar wurde Franz Kutschera von den Soldaten der Bastion „Parasol“ getötet. Zur Vergeltung wurden am folgenden Tag 100 polnische Geiseln erschossen. Das war eine von den letzten Straßenhinrichtungen vor dem Ausbruch des Warschauer Aufstands.