Der Gedenkstein-Katyn (Podwale, Ende der Senatorska-Straße)
In Frühling 1940 wurden aufgrund der Entscheidung der Sowjetunion durch ein Genickschuss über 20.000 Polen ermordet. Die Opfer waren vor allem die Berufs- oder Reserveoffizieren, Polizisten und anderen Staatsbürgern Polens, darunter vielen Intellektuellen. Die Ermordeten wurden in den vorher vorbereiteten Massengraben begraben. Die Familien der Getöteten wussten nicht über den Schicksal der Verhafteten. Es kreisten nur Gerüchte darüber, was Stalinregime den Verhafteten bereitete. Im Dezember 1941 General Sikorski versuchte zu erfahren was wurde mit dem Offizieren passiert. Stalin wollte aber nichts sagen und vermied zu antworten.
Im Sommer 1942 fanden polnische Zwangsarbeiter der Deutschen bei Katyn ein Massengrab der Ermordeten. Das NS-Regime gab die Funde ab 11. April 1943 bekannt, um die Anti-Hitler-Koalition zu schwächen und von eigenen Verbrechen abzulenken. Die Sowjetunion leugnete ihre Verantwortung, lehnte eine internationale Untersuchung ab und lastete das Verbrechen dem NS-Regime an. An dieser Geschichtsfälschung hielt sie bis 1990 fest.
Das Denkmal das auch als Katyner Stein genannt wurde, macht die Opfer des Massakers von Katyn unvergesslich. Das Denkmal wurde durch den Bildhauer Andrzej Renes gestaltet und ist der Mühe der polnischen Emigranten in Amerika entstanden, unter andern den Oberst Ryszard Kukliński.