Ujazdowskie-Allee (Bagatela Straße Ecke)
In den Tagen von 2 bis 3 August 1944 in dem Gebiet des Kinderspielplatzes erschossen die Nazis Hunderte von Menschen. In den ersten Aufstandstagen kam es zu vielen Massenhinrichtungen der Zivilbevölkerung. Die Waffen-SS und Sicherheitspolizei töteten zwischen 5 und 10 Tausend Warschauer Bevölkerung. Hitler hatte den Befehl gegeben, sämtliche nichtdeutschen Einwohner Warschaus ohne Ansehen von Alter, Geschlecht oder Beteiligung am Aufstand zu töten und die Stadt dem Erdboden gleichzumachen. Geibel sollte auf Hitlers Befehl die Tausende töten. Der Plan wurde gewissenhaft realisiert. Der erste Schritt war die Hinrichtung der Bevölkerung des Stadtviertels Śródmieście Południowe. Bei der Bagatela Straße wurden Hunderte von Menschen noch vor dem Wola-Massaker getötet. Sehr oft wurden die Opfer vor den Hinrichtungen blank gezogen und beklaut in einer Reihe aufgestellt. Die Menschen lagen im Sterben auf den Leichnamen der vorher Getöteten. Der Stapel der Getöteten reichte fast bis zum ersten Stock vom GISZ Gebäude. Im Protokoll des Ausschusses für die Forschung der Nazisverbrechen wurde eine Aufzeichnung gefunden, dass in den Kellern vom GISZ-Gebäude, wo sich das Krematorium befand, wurden die sterblichen Überreste gefunden, die 5578 Kilo wiegten. Das ist ein unstreitiger Beweis, dass hier ungefähr 10 Tausend Menschen ermordet wurden.